Initiativen des Deutschen Gründerverbands

Die Hindernisse, warum Gründerinnen und Gründer zögern, den Weg in die Selbstständigkeit einzuschlagen, sind hinlänglich bekannt. Vor allem die Angst vor dem Scheitern, fehlende Planungssicherheit, die Rätsel der Bürokratie und Schwierigkeiten bei der Finanzierung erzeugen ein hohes Maß an Unsicherheit, weshalb viele potenzielle Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Ideen und Pläne nicht weiter verfolgen. 
 
Der Deutsche Gründerverband hat die Hindernisse bei Gründern, Jungunternehmern und deren Partnern wie Banken, Kapitalgebern und Versicherern analysiert und die Anforderungen in der Konzeptentwicklung, in der Risikoabsicherung und der Finanzierung ausgewertet. Ein signifikantes Ergebnis ist beispielsweise, dass der Gründer zwar mit allen Prozessbeteiligten kommunizieren muss, unter den anderen Prozessbeteiligten selbst aber so gut wie keine Kommunikation stattfindet. Das Ergebnis ist eine Informationsasymmetrie, die insbesondere Banken dazu bewegt, sich von der Gründungsfinanzierung immer mehr zurückzuziehen. 
 
Ein weiteres Ergebnis unserer Analysen zeigt, dass viele Stellen zwar „Gründungsberatung“ anbieten (IHK, HKW, Banken, Consulting-Firmen, Gründungsberater usw.), keine dieser Stellen aber einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, der alle Aspekte des Gründungsprozesses bis hin zur Umsetzung im Auge behält. Das Interesse an einer ganzheitlichen Lösung im Sinne einer perspektivischen Geschäftskonzeption und -umsetzung gerät in den Hintergrund. Prozesse laufen asynchron und nicht abgestimmt ab. Im Ergebnis führt dies zu einer durchschnittlichen Gründungsdauer von etwa 6 bis 8 Monaten.
 
In Summe ist zu konstatieren, dass es auf dem deutschen Markt bislang keinen Prozess gibt, der alle Beteiligten in einen standardisierten Ablauf für eine Vollerwerbsgründung einbindet und über eine digitale Plattform Transaktionen zwischen den Prozessbeteiligten und Kommunikation mit allen Prozessbeteiligten ermöglicht. 
 

Digitalisierung der Gründungsabläufe

Der Deutsche Gründerverband ist angetreten, diesen stückhaften Prozess auf einer belastbaren IT-Infrastruktur gesamthaft abzubilden mit einer eigens dafür entwickelten Software, eigenentwickelten Algorithmen für das Rating und einem Früherkennungssystem, um Fehlentwicklungen im Prozessablauf rechtzeitig zu korrigieren. Es gilt, eine gemeinsame Softwareplattform einzuführen, auf der alle Beteiligten je nach Rechtevergabe Daten einsehen und je nach Rolle auch eingeben können. 
 
Dreh- und Angelpunkt des Projektes ist die Automation vieler bislang manueller Teilprozesse auf einer gemeinsamen Plattform, überwacht von begleitenden Teilprozessen, die – teilweise automatisiert, teilweise durch manuellen Eingriff – die stringente Einhaltung des gesamten Prozessablaufs forcieren und somit Fehlerquellen minimieren.
 
Die Abläufe wurden in digitalen Prozessen jeweils neu interpretiert und auf einer digitalen Plattform smartaxxess durch Partner des Verbandes organisiert. 
 
Die Prozesse enden bei diesem ganzheitlichen Ansatz auch nicht mit der Finanzierung. Gründer, Start-ups und Jungunternehmer werden sowohl bei der Entwicklung der Geschäftskonzepte als auch nach der Finanzierung unterstützt und begleitet. Alle Berater sind von der staatlich anerkannten Fernuniversität SRH zertifiziert und vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anerkannt.
 
Je nach Bedarf umfassen die Prozesse auf der Plattform smartaxxess u.a.
  • aus einer Geschäftsidee ein Geschäftskonzept mit hoher Marktakzeptanz zu entwickeln
  • den Online-Zugriff auf alle notwendigen Dokumente und Informationen für die jeweiligen Partner
  • ein Ratingverfahren, das alle relevanten qualitativen und quantitativen Erfolgsfaktoren bewertet
  • eine kompetente Begleitung in der Gründungs- als auch in der Start- und Wachstumsphase
  • die frühzeitige Erkennung von Risiken und deren Vermeidung.
Die einzelnen digitalen Prozesse wurden an die jeweiligen Bedürfnisse der Gründer, Jungunternehmer und weiterer Beteiligter angepasst:
smartgründen: für Gründerinnen und Gründer, die ein neues Geschäftsmodell entwickeln sowie umsetzen wollen und dazu externe Finanzmittel benötigen
smartprospect: für junge und etablierte Unternehmen mit neuen Produktideen und eine Wachstumsfinanzierung suchen
smartexist: für junge Unternehmen, die einen Innovations- oder Wachstumskredit brauchen
smartinvention: für Start-ups, die ein neues Geschäftsmodell mit hohem Innovationsgrad umsetzen wollen und dazu externe Finanzmittel benötigen
 
Die Vorteile dieses einzigartigen Projektes für Gründer, Start-ups und Jungunternehmer: 
  • hohe Transparenz
  • kurze Entscheidungswege u.a. bei der Finanzierung 
  • geringer Zeitaufwand
  • große Verlässlichkeit.
Das Gesamtprojekt des Deutschen Gründerverbands in der Konzeptions- und Umsetzungsphase haben begleitet: 
  • Die Loonexx GmbH in der Entwicklung der IT-Plattform und der Entwicklung und Validierung des Ratingverfahrens
  • Die Accelerest AG bei der Umsetzung der digitalen Prozesse in der Operativen und der Integration aller beteiligten Partner.
 
Die wirtschaftliche und organisatorische Unterstützung über die digitale Plattform wird ergänzt durch eine eigene Community für Gründungsinteressierte: Gründen mit Freunden. Hier findet Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten statt, gegenseitige Unterstützung und die Möglichkeit zum Netzwerken – eine Heimat für Gründer und Jungunternehmer.