smartaxxess – das digitale Ökosystem für junge Wachstumsunternehmen

Die größten Hindernisse in der Umsetzung erfolgreicher Geschäftskonzepte von Jungunternehmen bleibt die Finanzierung, verbunden mit einer erheblichen Informationsasymmetrie, weil Finanzpartnern wie auch Investoren nicht die entscheidungsrelevanten Informationen und Dokumentationen vorliegen. Kreditentscheidungen für Wachstumsunternehmen brauchen nicht selten sechs bis neun Monate. Startups absolvieren bis zu 60 Pitch-Runden, um Investoren zu begeistern und Risikokapital einzusammeln.
 
Der Deutsche Gründerverband hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung und Umsetzung von Geschäftskonzepten junger Unternehmen zu fördern, indem Prozesse effizienter gestaltet werden, der Informationsstand in Quantität und Qualität gesteigert und das Ausfallrisiko nachhaltig gesenkt wird. Dabei hat der Verband alle am Prozess Beteiligte und viele Experten an einen Tisch geholt und eine Initiative zur Digitalisierung, Standardisierung und Automatisierung ins Leben gerufen. Das Ergebnis ist smartaxxess, das Digitale Ökosystem für junge Wachstumsunternehmen, entwickelt und umgesetzt durch die Accelerest AG.

Herausforderung Synchronisation von Informationen und Prozessen

Die umfassenden Analysen und Befragungen haben gezeigt, dass eine der wichtigsten Herausforderung die Synchronisation von Informationsbedürfnissen der beteiligten Partner und mithin auch die inhaltliche und organisatorische Abstimmung von Prozessen ist. Zu häufig endet eine Beratung mit der Erstellung eines Businessplans, haben Banken und Versicherungen unterschiedlichste Anforderungen an ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell, suchen sich Jungunternehmer mit hohem Zeitaufwand notwendige Detail-Informationen, ob zu rechtlichen oder steuerlichen Fragen, auf unterschiedlichsten Plattformen. Kernaussagen zur Umsatzplanung oder zur Zielgruppenanalyse verschwimmen in umfangreicher Prosa, weil professionelle Marktanalysen fehlen. Es ist sicherlich nicht übertrieben oder provokant, wenn der Verband aus der Prüfung von mehr als Hundert Businessplänen, die überwiegend bei Banken eingereicht wurden, das Fazit ziehen muss, dass die Qualität des Geschäftskonzeptes bei nicht mehr als 20% der Fälle mangels unverzichtbarer Informationen eingeschätzt werden konnte. Und dies ist noch keine Aussage darüber, ob eine Finanzierungsempfehlung ausgesprochen worden wäre. Es sei angemerkt, dass die Businesspläne sowohl mit als auch ohne Berater erstellt wurden bzw. sowohl von Banken finanziert, als auch abgelehnt wurden.
 
Die konsequente Umsetzung unser Erfahrungen mit Businessplänen zwingt dazu, den gesamten Prozessablauf von der Entwicklung des Geschäftskonzepts bis zur Finanzierung und Umsetzung, wie auch die Begleitung in der Wachstumsphase in Teilprozesse zu zerlegen, Informationsanforderungen zu standardisieren und aufgabenbezogene und bereichsbezogene Lösungen zu automatisieren. Dabei können die Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Das Ergebnis ist eine IT-Plattform, die jeweils für Jungunternehmer in der Gründungs-/Startphase oder in der Wachstumsphase, wie auch Startups und Nachfolgeverkäufern einen separaten Prozess anbietet.
 
Alle Beteiligte sind über die IT-Plattform verknüpft, was neben der Gewährleistung einer lange geforderten Transparenz auch die Vertrauensbildung stark fördert. Jede elektronische Akte, sei sie für Jungunternehmer oder Nachfolgeverkäufer, enthält neben allen relevanten Dokumenten angepasste Kernfunktionen, wie speziell entwickelte Verfahren zur Entwicklung von Geschäftskonzepten und zur Geschäftsplanung, einen Persönlichkeitstest, eine Standort- und Marktanalysen sowie ein umfassendes System zur Risikoabwehr.
 
Über Standardisierung und Automatisierung der Prozesse werden nachhaltige Effizienzgewinne realisiert – sowohl für Berater, Finanz- und Versicherungspartner als auch den Jungunternehmer – der Aufwand der Konzeptbewertung wird stark reduziert bei gleichzeitiger Steigerung der Ergebnisse in Reliabilität, Validität und Objektivität.

Herausforderung Rating – Bewertung der Erfolgsfaktoren

Ein wesentlicher Grund für die Finanzierungsschwierigkeiten von  Jungunternehmern und Startups ist die Unsicherheit bei der Bewertung des Geschäftsmodells. Unserem Verständnis nach werden Wettbewerbsvorteile nicht ausschließlich über Produkte und Leistungen oder Ressourcen, sondern über die Ausgestaltung komplexer Geschäftskonzepte erzielt. Diese Geschäftskonzepte erfassen die Wirkungszusammenhänge verschiedener Komponenten, die für die Transformation von Ressourcen in  bedürfnisgerechte Produkte/Leistungen von besonderer strategischer Bedeutung sind, in einer integrierten Architektur. Diese Geschäftsmodellierung wirkt gerade bei der Verständnisgewinnung  sowie der Wahrnehmung der Analyse- und Bewertungsfunktion in höchstem Maße unterstützend. Dies ist umso wichtiger, da Jungunternehmen noch nicht über historische Daten verfügen, die z.B. für herkömmliche Ratingverfahren unverzichtbar sind.
 
Mit smartrating® verfügt die IT-Plattform über ein auf empirischen Erfahrungen basierendes Ratingverfahren, dass mit einer hohen Prognosefähigkeit die Erfolgswahrscheinlichkeit von Geschäftsmodellen bewerten kann. Das Verfahren basiert auf einem Rechenkern, den der Ratingexperte Prof. Dr. Ottmar Schneck entwickelt hat und das bereits in über 3.000 Systemen implementiert ist. Für die Validierung  wurden über eine Million Jahresabschlüsse herangezogen.
 
Die Analyse und Bewertung von qualitativen und quantitativen Erfolgsfaktoren bei smartrating® dient als aussagekräftige Indikation für die Bonität des Jungunternehmers als Kreditnehmer oder für Investoren als hinreichende Bedingung für eine Beteiligung.

Das digitale Ökosystem

Mit smartaxxess ist es gelungen, alle Prozesse und die damit zu integrierenden Partner auf einer Plattform zu verknüpfen. Dies beginnt bei der konzeptkreativen Entwicklung des Geschäftsmodells gemeinsam mit einem Berater unter Nutzung moderner Beratungstools, setzt sich fort mit der Risikoanalyse und –abwehr durch Versicherungspartner und der Einbindung von Finanzpartnern bei Bedarf externer Finanzmittel. Mit Abschluss der Planung des Geschäftsmodells erfolgt eine umfassende Bewertung der Erfolgswahrscheinlichkeit mittels einer Ratingnote.
 
Die Geschäftsmodellierung in Verbindung mit dem Ratingverfahren hat dabei 3 Zielsetzungen:
  • Gewinnung und Vermittlung eines Verständnisses für die strategisch relevanten Inhalte und die Logik des Geschäftsmodells
  • Überblick über relevante Konfigurationselemente und deren Ausprägungen
  • Analyse und Bewertung des Geschäfts mit Erkenntnissen über den gegenwärtigen Status und zukünftige Entwicklungen
Der Gesamtprozess der Konzeptentwicklung und –bewertung kann als ein „Austoben auf einer konzeptionellen Spielwiese“ verstanden werden. Im Prozessablauf wird die Ausgestaltung des Geschäftsmodells anhand strukturierter Fragen überdacht und Optionen  zur Modellanpassung durch Variation der Elemente des Modells diskutiert. Somit bezeichnen wir unseren Prozess zur Entwicklung von Geschäftsmodellen mit hoher Marktakzeptanz als ein Instrument  zur strukturierten Geschäftsinnovation.   
 
Die Erfüllung der Zielsetzungen kann dann wesentlich unterstützt werden, wenn das Geschäftsmodell nicht nur als rein beschreibendes Instrument verstanden wird, sondern über eine integrierte qualitative wie auch quantitative Auswertungsfunktionalität (smartrating®) verfügt. 
 
Die Ratingnote im Bewertungsverfahren zielt darauf ab, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungunternehmens für zukünftige Anteilseigner und Kapitalgeber in Form eines aggregierten Wertes auszudrücken. Dieser Wert ist unverzichtbar und forciert nachhaltig den Einsatz von Finanzierungsinstrumenten, der ebenfalls über die IT-Plattform abgewickelt werden kann, unabhängig ob es sich um klassische Kredite oder Beteiligungsfinanzierungen handelt.

Mit der Konzeptumsetzung sichern Controlling-Tools und eine professionelle Begleitung den Erfolg des Geschäftsmodells und Investments ab.
 
Das Digitale Ökosystem mit seiner End-to-End-Prozessorganisation ist der Schlüssel zu operativer Exzellenz. Operative Exzellenz ist dabei nicht mehr „nice to have", sondern ein strategisches Programm zur nachhaltigen Reduzierung komplexer Prozessabläufe. Die zunehmende Komplexität im Bereich der Entwicklung und Umsetzung erfolgreicher Geschäftsmodelle getrieben durch hohe Marktdynamik, sich weiter entwickelnde Netzwerke und Innovationsdruck stellt junge Unternehmen vor eine große Herausforderung. Die Umstrukturierung von Prozessen, die sich vollständig, d.h. E2E, durch das gesamte Procedere ziehen, ermöglicht deutliche Leistungssteigerungen. Eine umfassende End-to-End-Prozessorganisation, wie bei smartaxxess, stellt sicher, dass alle Abläufe in einem Prozess bestmöglich zusammenarbeiten und auf den gemeinsamen Zweck hin, nämlich das Erfüllen der Geschäftsziele des Jungunternehmens, optimiert und abgestimmt sind. Die konkreten und messbaren Verbesserungen betreffen die Rentabilität, Qualitätsaspekte, Schnelligkeit und letztendlich auch das Ausfallrisiko.